Patellaspitzensyndrom

Jumpers Knee – gezielte Therapie für die Rückkehr in Sport und Alltag.

Grundlagen

Was ist ein Patellaspitzensyndrom?

Das Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee) ist eine chronische Reizung der Patellarsehne an ihrem Ansatzpunkt am unteren Rand der Kniescheibe.

Betroffen sind vor allem sportlich aktive Menschen, besonders bei Sprung- und Laufsportarten wie Basketball, Volleyball, Leichtathletik oder Fußball.

Stadien

Schweregrade

Grad I 01

Schmerzen nur nach der Belastung. In Ruhe beschwerdefrei.

Grad II 02

Schmerzen zu Beginn der Belastung, die sich bei fortschreitender Aktivität bessern.

Grad III 03

Dauerhafte Schmerzen, auch in Ruhephasen. Sportliche Aktivitäten deutlich eingeschränkt.

Grad IV 04

Kompletter Riss der Patellarsehne – chirurgische Versorgung erforderlich.

Therapie

Konservative Behandlung

Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ – Ziel ist nachhaltige Stabilisierung und Belastbarkeit der Sehne. Liegt der Schmerz oberhalb der Kniescheibe, ist meist eine Quadrizepssehnenentzündung die Ursache.

Belastungsreduktion

Sprung- und Schnellkraftbewegungen vorübergehend pausieren.

Kälte-/Wärmetherapie

Kälte in der akuten Phase, Wärme zur Regeneration.

Stoßwellentherapie

Regt Durchblutung und Zellregeneration an.

ACP-Infiltrationen

Eigenbluttherapie zur Sehnenregeneration.

Exzentrisches Training

Wissenschaftlich besonders effektiv zur Sehnenstärkung.

Bandagen & Taping

Entlasten den Sehnenansatz, reduzieren Schmerzen bei Bewegung.

Operation

Operative Therapie

Nur bei hartnäckigen Verläufen, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft wurden.

Entfernung degenerativen Gewebes

Vernarbtes Gewebe wird selektiv entfernt.

Sehnenrelease

Kontrollierte Spaltung reduziert Druck und verbessert Durchblutung.

Denervierung

Gezielte Verödung kleiner Schmerzfasern bei chronischen Verläufen.

Refixation bei Sehnenriss

Operative Wiederherstellung bei komplettem Abriss (Grad IV).

Häufige Fragen

Ihre Fragen –
kurz beantwortet.

Was hilft beim Patellaspitzensyndrom?

Bewährt sind Belastungsanpassung, exzentrisches Training, Stoßwellentherapie und gegebenenfalls PRP-Injektionen (Eigenbluttherapie). Eine Operation ist nur selten notwendig.

Wie lange dauert ein Patellaspitzensyndrom?

Die Sehnenheilung braucht Geduld: je nach Stadium mehrere Wochen bis Monate. Entscheidend ist eine konsequente, stufenweise Belastungssteuerung statt einer kompletten Sportpause.

Kann ich mit einem Patellaspitzensyndrom weiter Sport machen?

Meist ja – in angepasster Form. Sprung- und Stoßbelastungen werden reduziert, während gezieltes Krafttraining die Sehne stärkt. Ein individueller Trainingsplan ist Teil der Behandlung.

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gerne persönlich.

Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Marcus Hofbauer, MBA

Medizinisch geprüft von

Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Marcus Hofbauer, MBA

Facharzt für Unfallchirurgie · Kniespezialist in Wien · Zuletzt aktualisiert am 23. Juli 2026

Jumpers Knee? Wir helfen Ihnen zurück.

Gezielte Therapie für eine sichere Rückkehr in Sport und Alltag.

Jetzt Termin anfragen
Anrufen Termin