Grundlagen
Was ist ein Plicasyndrom?
Das Plicasyndrom bezeichnet eine schmerzhafte Reizung einer Schleimhautfalte (Plica) im Kniegelenk. Die häufigste Form ist die Plica mediopatellaris an der Innenseite der Kniescheibe.
Diese Falten sind von Geburt an vorhanden und bilden sich normalerweise zurück. Bei Überlastung oder Reizung kann sich die Plica verdicken und eingeklemmt werden.
Symptome
Symptome
Stechende, punktuelle Schmerzen an der Innenseite der Kniescheibe
Beschwerden bei Bewegung (Treppensteigen, Hocken)
Schnappen oder Reiben beim Beugen oder Strecken
Gefühl einer mechanischen Einklemmung im Gelenk
Gelegentlich Schwellungsgefühl oder Reizzustand
Therapie
Behandlung
Konservativ
- Physiotherapie zur Gelenkführung
- Entzündungshemmende Maßnahmen
- Kräftigungsübungen (Vastus medialis)
- Temporäre Sportpause
Arthroskopisch
Minimalinvasive Entfernung der verdickten Plica. Ambulant, schnelle Rehabilitation.
- Sofortige Vollbelastung möglich
- Ergometer ab Tag 5
- Joggen nach ca. 3 Wochen
Häufige Fragen
Ihre Fragen –
kurz beantwortet.
Was ist ein Plicasyndrom?
Eine Reizung der Plica mediopatellaris, einer natürlichen Schleimhautfalte im Kniegelenk. Bei Verdickung oder Einklemmung verursacht sie Schmerzen an der Innenseite der Kniescheibe.
Wie wird ein Plicasyndrom behandelt?
Zunächst konservativ mit Physiotherapie und entzündungshemmenden Maßnahmen. Bei anhaltenden Beschwerden kann die Plica arthroskopisch entfernt werden – ein kleiner Eingriff mit rascher Erholung.
Woher weiß ich, ob ich ein Plicasyndrom habe?
Typisch sind Schmerzen und ein Schnappgefühl an der Innenseite des Knies, vor allem beim Beugen. Die Diagnose stellt der Spezialist durch klinische Untersuchung und MRT.
Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gerne persönlich.
Medizinisch geprüft von
Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Marcus Hofbauer, MBA
Facharzt für Unfallchirurgie · Kniespezialist in Wien · Zuletzt aktualisiert am 23. Juli 2026